Sechsundsechzig, Zwanzig, Zehn, Sieben
In den Siebzigerjahren sang einer der letztes Jahr neunzig geworden wäre «Mit 66 Jahren, da hat man Spass daran, mit 66 Jahren, da kommt man erst in Schuss, mit 66 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss». Die Previs wurde letztes Jahr 66 Jahre alt und sie ist sehr gut in Schuss. Spass an unserer Arbeit haben wir auch immer noch und Schluss ist eh noch lange nicht. Und wie im Lied von Udo beschrieben, wollen wir von der Previs mit unserer Arbeit sicherstellen, dass nach der Pensionierung «das Leben für unsere Versicherten anfängt». Seit rund 20 Jahren heissen wir «Previs» und mit dem Jahr 2024 ist der zehnte Geschäftsabschluss als Sammeleinrichtung mit mehreren Vorsorgewerken Tatsache. Und mit diesem Abschluss haben wir mit unserer Bilanzsumme die Grenzen von 7 Milliarden Franken überschritten. Alles Zahlen, die uns auch mit etwas Stolz zurückblicken lassen.
Wir wissen ja, die Zahlen, die für die Prosperität einer Pensionskasse vor allem massgebend sind, kommen aus dem Anlagebereich. Neben den Sparbeiträgen der Arbeitnehmenden und Arbeitge-benden ist sogenannte dritte Beitragszahler vielfach matchentscheidend. Die Performances die wir im letzten Jahr mit unseren Anlagestrategien erzielten reichen von knapp 6% bis über 8%. Für das gesamte Anlagevermögen sind es gute 7,5%. Im Anlageergebnis enthalten sind auch unsere direkt gehaltenen Immobilien, die mit einem Anteil von rund 1,5 Milliarden Franken einen substanziellen Beitrag zur Stabilität der Previs leisten, dies vor allem dann, wenn die Kapitalmärkte im Gegensatz zum letzten Jahr wieder einmal ins Minus tendieren.
Entsprechend den guten Zahlen liegen die Deckungsgrade unserer aktiven Vorsorgewerke per 31.12.2024 in einer erfreulichen Bandbreite von 107% bis 123%. Angepasst an die finanzielle Situ-ation der Vorsorgewerke und deren Strukturen sowie unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben konnten die Altersguthaben mit 3,25% bis 6,5% verzinst werden. Angesichts des sich seit März 2024 bereits wieder sinkenden Zinsumfelds vergleichsweise gut bis sehr gute Verzinsun-gen. Die tatsächliche Entwicklung des Zinsumfelds verbunden mit der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung wird 2025 die Vermögensanlagen massgeblich beeinflussen.
Das Wachstum der angeschlossenen Arbeitgebenden erfolgte 2024 auf dem bewährten Pfad von Qualität statt Quantität. Trotz unserer restriktiven Aufnahmepolitik konnten wir 18 neuen Anschlüs-se mit 600 Versicherten gewinnen. Wesentlich massgebender ist das intrinsische Wachstum unse-rer bestehenden Anschlüsse welches bei xxxx Eintritten und xxxx Austritten netto einen Zuwachs von xxxx brachte.
Auf betrieblicher Ebene forderte uns 2024 die Implementierung des neuen Vorsorgeverwaltungssystems stark. Seit Beginn des Jahres 2025 ist dieses System nun aktiv und stellt einerseits die Abläufe für und die Kommunikation mit Arbeitgebenden und Versicherten auf ein neues modernes Niveau und anderseits werden wir intern von Routinearbeiten entlastet, was der Beratung unserer Anschlüsse und Destinatäre zugutekommen soll.
Leider müssen wir feststellen, dass die Regulierungswut in der Beruflichen Vorsorge unvermindert weitergeht. Da könnte einem der obenerwähnte Spass an der Arbeit direkt vergehen. Dass verbindliche Regeln in unserem treuhänderischen Geschäft nötig sind, ist uns allen klar. Wenn diese Regeln aber schrittweise dazu führen, dass innovative Ansätze zu Gunsten von Versicherten im Keime erstickt werden oder bestens funktionierende Führungsorgane in Mitleidenschaft gezogen werden, können wir nur noch den Kopf schütteln. Und dass solches zu höheren Kosten führen kann, muss nicht noch weiter ausgeführt werden. Die Vertretungen unserer Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden werden sich im Rahmen der Delegiertenversammlung 2025 mit genau solchen Auswirkungen im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen konfrontiert sehen.
Die Kosten im Griff halten war auch 2024 oben auf der Prioritätenliste. Seien es die durch die vergangenen Teuerungsschübe angestiegenen betrieblichen Kosten oder die infolge der Bauteuerung teilweise erheblich höheren Projektkosten unserer Neubau- und Sanierungsprojekte bei den Immobilien. Trotz all dieser Erschwernissen konnten wir die Renditevorgaben bei den Immobilien erreichen und die allgemeinen Verwaltungskosten erneut tiefer als im Vorjahr halten. Gerade letzteres wird im Hinblick auf die im Gegenzug inskünftig wohl eher steigenden Risikoversicherungskosten für unsere Versicherten wichtig.
Liebe Leserin, lieber Leser, falls Sie den erwähnten Song von Udo Jürgens noch im Original hören wollen, klicken Sie auf diesen Link: Udo Jürgens (YouTube)
Stefan Muri
Geschäftsführer
Zusammensetzung der Geschäftsleitung im Jahr 2024
| Vorname/Name | Funktion |
|---|---|
| Stefan Muri | Geschäftsführer |
| Stefan Ernst | Stv. Geschäftsführer/Leiter Kunden & Kommunikation |
| Marius Flückiger | Mitglied der Geschäftsleitung/Leiter ICT & Finanzen |
| Nathalie Sesiani | Mitglied der Geschäftsleitung/Leiterin Vorsorge |
| Daniel Zwygart | Mitglied der Geschäftsleitung/Leiter Vermögensanlagen |